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Barrierefreiheit in der Praxis

Mehrere Betriebe sind bereits Pilotbetriebe für das Projekt “Zugänglichkeit und Komfort für alle”.  Einige sind bereits auf einem sehr guten Weg, andere wünschen sich Unterstützung.

Pilotbetriebe können alle Betriebe und Institutionen werden, die schwerpunktmäßig im Tourismus tätig sind, also z.B. Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Freizeitbetriebe oder Museen. Auch Betriebe im öffentlichen Personennahverkehr können sich beteiligen.

Gern können sich weitere Betriebe melden, die ab Frühjahr 2021 ebenfalls Pilotbetrieb werden möchten.

Lüneburg
Anke Lüneburg
Projektmanagerin Barrierefreiheit im Tourismus
Telefon: +49 431 66 66 6 - 887

Hotel Birke, Kiel

Das familiengeführte 4-Sterne Superior Hotel liegt nahe der Kieler Innenstadt am Hasseldieksdammer Gehölz. Es werden insgesamt 79 Hotelzimmer, Suiten und Appartements in einem maritimen und modernen Ambiente angeboten. Daneben gibt es das „Birke Spa“, einen Wellnessbereich sowie einen großen Tagungsbereich mit acht Veranstaltungsräumen. Das Haus legt großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit und ist Gründungsmitglied von FEINHEIMISCH – Genuss aus Schleswig-Holstein e.V..

Eine Besichtigung mit drei Workshops für Führungskräfte und Mitarbeitende fand am 13.1.2020 statt.

Alle drei Gruppen haben eine Begehung der Räumlichkeiten für Gäste durchgeführt, wobei alle Mitarbeitenden einmal einen Alterssimulationsanzug ausprobiert haben und so feststellen konnten, wie leicht oder schwer zugänglich die verschiedenen Räume sind. Insbesondere wurde auf Beschilderung geachtet.

Abschließend haben alle Gruppen Vorschläge gesammelt, die jetzt Stück für Stück abgearbeitet werden sollen.

Hotel Wittensee, Groß-Wittensee

Seit über 125 Jahren befindet sich das 3-Sterne-Superior-Hotel im Familienbesitz und liegt in der Mitte Schleswig-Holsteins am Wittensee. Zielgruppen sind Gruppenreisende, Tagungsgäste sowie Urlauberfamilien. Neben dem Haupthaus gibt es weitere Gästehäuser und Appartements, die teilweise rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Auch die Verbindungen zwischen den Häusern sind überall barrierefrei; bei der Anreise von Busgruppen mit älteren Gästen wird der Check-In am barrierefreien Eingang vorgenommen. Das Restaurant und die Tagungsräume sind schallgedämmt, zusätzlich werden verschiedene Brillen zum Lesen der Speisekarte vorgehalten.

Die Fotos zeigen einen von zwei Haupteingängen, der nicht barrierefrei ist; jedoch können weitere gut zugängliche Eingänge genutzt werden.

Das zweite Foto zeigt die neue Rezeption mit zwei Höhen des Tresens, so dass jeder Mensch die Rezeption gut erreichen kann.

Unten sind Sitzplätze mit hohen Lehnen zu sehen, die neben der Gemütlichkeit für akustische Schalldämmung sorgen.

Nach der Betriebsbegehung im November 2019 fand am 10.02.20 ein zweistündiger Workshop mit der Chefin und sechs Mitarbeitenden aus allen Bereichen statt. Durch den Gang durch die wesentlichen Räume wurde deutlich, dass das Hotel Wittensee schon sehr gut aufgestellt ist. Dennoch wurden Ideen zur Verbesserung gesammelt, die in “sofort umsetzbar” und “später” unterteilt wurden. Auch das Thema “unauffälliger Service” wurde besprochen und weiterentwickelt.

Kiek in!, Neumünster

Das Kiek in!  – ein rundum vielseitiges Haus.

Übernachten, Tagen, Weiterbilden und Feiern unter einem Dach, so kann das einzigartige Haus kurzum beschrieben werden. Jugendherberge, Veranstaltungszentrum und Hostel sowie die Volkshochschule und das Internat der Landesberufsschulen sind hier vereint.

Das Kiek in! handelt bewusst und setzt auf Nachhaltigkeit; dies ist nicht nur Teil des Leitbildes, sondern 2020 im Fokus von Weiterbildungen, Zertifizierungen und der täglichen Arbeit.

Im Dezember hat bereits eine Betriebsbegehung stattgefunden; am 14.01.20 folgten drei Workshops für die Mitarbeitenden und Führungskräfte. Es wurden viele Ideen und Vorschläge gesammelt, die anschließend nach Umsetzungsmöglichkeiten sortiert wurden. Sie sollen nun Stück für Stück umgesetzt sowie bei größeren Projekten in die Planung des Hauses einbezogen werden.

Hotel Hafen Flensburg, Flensburg

Direkt am historischen Hafen der Rumstadt Flensburg befindet sich das moderne 4-Sterne-Hotel. Das Ensemble aus acht verschiedenen Häusern mit individuellen Rückzugsmöglichkeiten im Hof hat den Charme der ehemaligen Nutzung behalten. In 69 Zimmern und Appartements lebt die Geschichte der Stadt weiter; gleichzeitig zeigt modernes skandinavisches Design die Modernität des Hotels. Das Restaurant Columbus, die Captains Lounge, der Hofgarten, die Tagungsräume sowie das Wellnessdeck bieten den deutschen und skandinavischen Gästen viele Möglichkeiten, ihren Aufenthalt zu gestalten.

Hotel Waldschlösschen, Schleswig

Das Vier-Sterne-Hotel Waldschlösschen liegt am Rande der Stadt Schleswig mitten in Schleswig-Holstein. Neben einem großen Tagungsbereich bietet das Hotel den Wellnessbereich „GartenSpa“ und zwei Restaurants im gehobenen Bereich: „Fasanerie“ und „Olearius“ mit Feinheimisch-Produkten.

Tatort Hawaii, Stein bei Kiel

„Tatort Hawaii“ ist eine lizensierte Wassersportstation mit einem Testcenter mit Shop. Geboten werden Kurse im Kitesurfen, Windsurfen und Stand Up Paddling für alle Altersgruppen. Zusätzliche gibt es ein Strandcafe mit Dünenterrasse und Beachlounge, wo Events mit Beachflair gefeiert werden können: Firmenfeiern, Hochzeiten oder Geburtstage. Die Dünenterrasse ist über eine hölzerne Rampe erreichbar, so dass schon jetzt alle Menschen dort mitfeiern können. Tatort Hawaii möchte eine „Station für alle“ werden, also allen Menschen den Zugang zum Strand und zu Events zu ermöglichen. Die Ostsee ist an Steiner Strand sehr flach und eignet sich daher sehr gut für Kurs mit Menschen, die Unterstützung brauchen oder bei Wellengang oder großer Tiefe nicht allein aufstehen und an Land kommen könnten.

In Zukunft soll das Unternehmen möglichst barrierefrei gestaltet werden und das Angebot u.a. Menschen mit körperlichen Einschränkungen zugänglich gemacht werden. Geplant ist, die Räumlichkeiten zu erweitern und von Anfang an Zugänglichkeit und Komfort für alle mitzudenken.

Die WTSH begleitet die Entwicklung der neuen Räume und wird die Fortschritte hier dokumentieren, wenn der Bauantrag genehmigt wurde und weiter geplant werden kann.

Pilotregionen

Gleich zu Beginn des Projekts haben sich die Stadt Lütjenburg und die Gemeinde Büsum bereit erklärt, Pilotort bzw. -region zu werden. Beide Kommunen haben sich bereits auf den Weg gemacht und den öffentlichen Raum und/ oder öffentliche Gebäude zugänglicher gemacht. Nun geht es darum die örtlichen Betriebe einzubinden, damit alle Menschen ihren Urlaub entlang der gesamten Servicekette entspannt erleben können.

Gemeinde Büsum


Die erste Pilotregion ist Büsum, Nordseeheilbad und Tor zum Weltnaturerbe Wattenmeer.  In den letzten Jahren wurde das touristische Angebot stark ausgebaut, z.B. mit Kinderangeboten im Veranstaltungszentrum Watt´n Hus. Derzeit werden weitere Einrichtungen umgebaut, um Gästewünsche von heute zu erfüllen. Im Rahmen der Deichverstärkung wurde nach der Neueröffnung der Familienlagune Perlebucht auch der Grünstrand auf der gesamten Länge erneuert und bietet jetzt einen barrierefreien Deich. Büsum hat viel in barrierefreie Angebote investiert, u.a. in das neue „Watt´n Hus“, das Freizeit- und Informationszentrum.

Eine erste Auftaktveranstaltung fand am 08.01.2020 um 16.00h im Watt´n Hus statt. Ebenfalls am 08.01.20 wurden zwei Workshops für die Mitarbeitenden des Tourismus Service Büsum durchgeführt. Mit dem Altersimulationsanzug wurde aus Sicht von Gästen das Watt´n Hus erkundet. Die Bilder zeigen die erarbeiteten Ergebnisse.

Am 17., 18. und 19.02.2020 wurden Betriebsbegehungen und Workshops in Büsum angeboten. Anke Lüneburg besichtigte das Aparthotel Bernstein, das Seaside Hotel, das Hotel Bootshaus, das Hotel Schelf, das Hotel Jess am Meer und das Restaurant Gosch sowie das ErholungsWerk Post Postbank Telekom. Darüber hinaus führte sie drei Workshops mit dem Alterssimulationsanzug durch: Einen für die Strand- und Gästelotsen-Teams des Tourismusservice Büsum sowie zwei für die Teams des Hotels Küstenperle.

Es besteht auch für weitere Betriebe die Möglichkeit, Anke Lüneburg für eine Besichtigung und/oder einen Workshop einzuladen. Jeder interessierte Betrieb kann sich per Mail oder telefonisch bei Frau Diana Debus vom Tourismusservice melden (Telefon: 04834-909-101).

Die Workshops dauern bei kleinen Betrieben (bis zu 10 Teilnehmer/innen) zwei Stunden, bei größeren vier Stunden oder länger. Besichtigungen dauern 1-2 Stunden, je nach Größe des Betriebes.

  • 17.04.2019, Buesum. Das Buesumer Hochhaus an der Promenade.

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Stadt Lütjenburg

Die Stadt Lütjenburg liegt in der Nähe der Hohwachter Bucht und gehört zur LTO Hohwachter Bucht GmbH. Die über 800 Jahre alte Stadt Lütjenburg ist Luftkurort und besitzt ein wunderschönes historisches Stadtensemble in der Innenstadt. Dazu gehört das barocke Rathaus von 1790 und das traditionelle Färberhaus von 1576 sowie Kopfsteinpflasterstraßen.

Seit einigen Jahren ist die Stadtverwaltung unter Leitung von Bürgermeister Sohn auf einem guten Weg, Lütjenburg barrierefreier zu gestalten. Dazu gehören bequemere Wege im Kopfsteinpflaster, um die Straße überqueren zu können oder niedrige Rampen vor Geschäften.

Lütjenburg möchte Zugänglichkeit und Komfort für alle bieten und daher Pilotstadt werden.

Die Auftaktveranstaltung fand am 10.2.2020 um 19h im Hotel Lüttje Burg vor 30 Teilnehmer/innen statt. Dort informiert Anke Lüneburg die interessierten Betriebe über das kostenlose Angebot von Betriebsbesichtigungen und Mitarbeiterschulungen zur Philosophie “Zugänglichkeit und Komfort für alle”.

Am folgenden Tag, 11.2.20, fand ein großer Workshop mit Bürgermeister Sohn, Mitarbeitenden des Hotels Lüttje Burg, der Stadtverwaltung und der Touristinformation Lütjenburg statt. Hier probierten alle Mitarbeitenden den Altersimulationsanzug im Hotel, im Rathaus und in der Touristinformation sowie auf der Straße aus und sammelten Ideen zur Verbesserung, um allen Bürger/innen und Besucher/innen der Stadt die Zugänglichkeit zu allen Angeboten zu ermöglichen.

Ab Herbst können voraussichtlich weitere Besichtigungen und/oder Workshops im Raum Lütjenburg angeboten werden.

Bitte melden Sie sich über die Stadt Lütjenburg, Frau Nicole Dohrmann, an: 04381-4020-22

Insel Sylt

Die dritte Pilotregion ist Sylt, die größte Nordseeinsel und jährlich Anziehungspunkt für hunderttausende Gäste. Sie schätzen das vielseitige kulturelle und gastronomische Angebot der Insel sowie ihre facettenreiche Landschaft, darunter auch den rund 40 Kilometer langen Sandstrand. Um diesen auch Rollstuhlfahrern zugänglich zu machen wurden Strand- und Schwimmrollstühle angeschafft sowie rollstuhlgerechte Strandübergänge geschaffen.

Die Sylter Inselorte haben in den vergangenen Jahren das Angebot für Reisende mit Handicap kontinuierlich verbessert. Der Flyer „Urlaub mit Handicap“ der Sylt Marketing Gesellschaft listet bereits bestehende barrierefreie Unterkünfte, Restaurants, Freizeitangebote sowie Serviceadressen auf. Um als Pilotregion für Barrierefreiheit in Zukunft weitere Angebote zu schaffen, werden Gastgeber, Betriebe und öffentliche Einrichtungen von Experten intensiv dabei unterstützt, für alle Gästegruppen zugänglicher und komfortabler zu werden.

Die Auftaktveranstaltung für alle Gastgeber und Freizeitanbieter fand am 03.02.2020 in den Räumen von Sylt Marketing in der Alten Post statt.

Am 12. und 13.02.2020 haben Besichtigungen in folgenden Betrieben stattgefunden: Kamps Hotel, TUI Dorfhotel Sylt, Fünf-Städte-Heim, Hotel Sylter Blaumuschel, Erlebniszentrum Naturgewalten und Jugendherberge Dikjen Deel in Westerland

Im Herbst, nach den Ferien, wird Sylt Marketing auf Wunsch weitere Termine anbieten, gern auch zweistündige Workshops mit dem Altersimulationsanzug.

Für Betriebe, die in den Sommermonaten freie Phasen haben, können sich ebenfalls gern melden.

Ansprechpartnerin bei Sylt Marketing ist Frau Kyra Stockebrandt: Telefon: 046651-8202-10

Sie wollen auch Pilotbetrieb werden?

Projektmanagerin Anke Lüneburg wird mit Ihnen bzw. Ihrem Betrieb besprechen, was mit einfachen Mitteln veränderbar wäre. Dazu wird eine gemeinsame Begehung durch den Betrieb stattfinden und im Anschluss wird gemeinsam überlegt, was mit den Mitteln des Betriebes umsetzbar wäre. Wenn gewünscht, werden weitere Experten dazu gebeten.

Nicht jedes historische Haus kann und muss rollstuhlgerecht werden – aber hier können u.U. Maßnahmen durchgeführt werden, die sehbeeinträchtigten oder schwerhörigen Menschen den Urlaub erleichtern. Wenn sowieso eine Renovierung geplant ist, könnten z.B. die Wände oder Decken auch akustisch gedämmt werden oder Treppen besser ausgeleuchtet werden. Neben der Beratung sind Schulungen des Personals denkbar, um die Aufmerksamkeit auf eine bessere Zugänglichkeit zu erhöhen oder um Betriebsabläufe anzupassen. Und: Es kann ein Alterssimulationsanzug ausprobiert werden! Das erleichtert das Verständnis für Menschen mit Einschränkungen sehr….

Es wird für jeden Betrieb eine Checkliste erarbeitet, die z.B. über fünf Jahre abgearbeitet werden kann. Jeder Pilotbetrieb erklärt sich bereit, dass die WTSH über die Zusammenarbeit berichten und sie fotografisch dokumentieren darf.

Lüneburg
Anke Lüneburg
Projektmanagerin Barrierefreiheit im Tourismus
Telefon: +49 431 66 66 6 - 887
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